Schlagzeilen

2012-01-24 11:18

Luftbilder

Tagesaktuelle Luftbilder in Kooperation mit logoluftbild.de

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2012-01-24 11:11

Fluglehrer- und Pilotenweiterbildung

04. und 05. Februar 2012

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2011-11-04 21:33

Jabiru J 430 News

Unser J 430 hat die Zulassung und steht Interessenten

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2011-09-13 19:49

Trauerfeier für unseren Rudi

Wir nehmen Abschied

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2011-09-08 15:09

Trauer um Rudi Hackel

Am 26. August 2011 um 21.15 Uhr startete

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Blois 2009

Mit dem Smaragd zur ULM in Blois –Frankreich


Von unserem französischen Partner Jean-Francois (Aero-Impex) erhielten wir die Einladung unseren Smaragd im UL-Land Frankreich auf der größten französischen UL-Messe, der ULM in Blois vom 30.8.-31.8.2009 zu präsentieren. So etwas kann man sich, gerade in Zeiten, in denen in Deutschland eigentlich kaum noch  UL-Flugzeuge verkauft werden, natürlich nicht entgehen lassen.


Also begannen wir mit der Flugvorbereitung.
Dazu gehört natürlich aktuelles Kartenmaterial. Für den von den ICAO-Karten verwöhnten Piloten ist die französische Aeronautique AOCI  doch recht gewöhnungsbedürftig aber unerlässlich (alternativ die Jeppesen-Karte). Beruhigend für uns war, dass auch unsere französischen Freunde mit der Interpretation ihrer Luftfahrtkarte teilweise ihre Problem hatten. Hilfreich war auch die von der DFS herausgegebene „Cross Border Information“. Die Anflugkarten gab es im Internet. Allerdings mussten wir feststellen, dass einige Angaben für Frankreich in den DFS-Ausgaben, sowohl in der Karte als auch in der „Cross Border Information“, nicht richtig waren. Also im Zweifelsfall immer auf die französische Karte zurück greifen. Ein wichtiger Punkt in der Flugvorbereitung war die Frage des Grenzüberfluges und die Routenplanung im Bereich der militärischen Tiefflug- und Beschränkungsgebiete um Colmar und Luxeuil. Hier war zwischen zwei Möglichkeiten zu entscheiden, entweder möglichst lange in Deutschland und südlich von Colmar über die Grenze oder direkt über Strasbourg. Ausschlaggebend für die Entscheidung war letztlich die Frage eines Fliegerfreundes aus der Gegend: Fliegst Du lieber kontrolliert oder unkontrolliert? Bei der Luftraumstruktur war die Antwort klar, lieber kontrolliert, also direkt über Strasbourg.

Am Donnerstag, 27.08. war es dann soweit, das Wetter meinte es gut mit uns, überall CAVOK, noch den Flugplan aufgegeben und los ging es. Über Leipzig, den Thüringer Wald, Würzburg, Karlsruhe nach Strasbourg.
Durch die Kontrollzone von Leipzig noch in 2000 ft, als es etwas später dann „thermisch“ wurde, haben wir uns entschlossen über den Wolken zu fliegen. Über dem Thüringer Wald stieg die Wolkenobergrenze, so dass wir sogar bis auf FL 97 klettern mussten. Für München Information kein Problem, auch wenn es nicht den Halbkreisflugregeln entsprach. Ein entspannter Flug, auch der Grenzüberflug mit Strasbourg Approach war unproblematisch. Nur die in der ICAO-Karte und in der „Cross Border Information“ der DFS veröffentlichte Frequenz von Strasbourg Neuhof stimmte dann  leider nicht, so dass wir uns ohne Funkkontakt in den Platzrundenverkehr einreihten und landeten, was aber nicht weiter problematisch war. Der Empfang durch unseren Freund Yurek vom Segelfliegerclub war dafür aber um so herzlicher, ebenso seine Hilfe beim Tanken. Nach einer kurzen Pause und den letzten Tipps ging es dann weiter. Gleich nach dem Start über Strasbourg Approach die Freigabe für den Durchflug durch die Kontrollzone, alles freundlich und unproblematisch.  Über den Vogesen ging es dann wieder auf FL 85 und dann mit Hilfe von Reins Information weiter nach Westen. Den Hinweis von Yurek, die französischen Atomkraftwerke nicht zu überfliegen, haben wir ernst genommen und so war nach insgesamt knapp 7 Stunden unser Ziel- der Flugplatz Blois-le Breuil  in Sicht. Die Landerichtung bekamen wir sogar auf Englisch und ein paar Minuten später sind wir auf der langen und breiten Grasbahn 20 sicher gelandet.

An diesem Abend kamen noch die Vertriebspartner aus Irland und, kurz vor SS unsere Partner von Phönix Air  aus Tschechien (mit drei Flugzeugen), so dass dann alle 3 für den Messestand vorgesehenen Flugzeuge da waren.
Am Freitag ging es dann am Vormittag zum Flugplatz, Flugzeuge anmelden, Stand vorbereiten usw. Bis zum Nachmittag war es, auch im Anflug, relativ ruhig. Von der Anzahl der Ausstellerflugzeuge mit OK-Kennung hätte man denken können, die Messe findet in Tschechien statt und nicht in Frankreich. Insbesondere im Bereich der Dreiachser sind die tschechischen Hersteller hier absolut dominant. Am Nachmittag füllte sich das Gelände, sowohl was die Aussteller betraf, als auch die Stellfläche der  Besucherflugzeuge. Die Messe am Sonnabend und Sonntag war dann sehr gut besucht, insbesondere am Sonnabend war es voll. Im Vergleich mit dem Vorjahr soll es aber auch hier einen spürbaren Besucherrückgang gegeben haben. Schwer vorstellbar, wie es in den Vorjahren gewesen sein muss.

Frankreich ist eben ein UL-Land, mit ca. 30.000 aktiven Ul-Fliegern aller Bereiche. Für uns besonders beeindruckend war der Anflug der zahlreichen Gastflugzeuge aller Kategorien. Es gab ein veröffentlichtes Anflugverfahren, die Flieger flogen mit einem Abstand von ca. 250 bis 350 m an, landeten nach eigenem Ermessen und wurden dann durch die Einweiser auf die Rollwege verteilt. Das sah aus wie ein ungeordneter Pulk der sich da auf die 30 drängelte, es klappte aber alles bestens, trotz der unterschiedlichen Fluggeräte, die mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten anflogen. Überholen war verboten, wer zu schnell war musste durchstarten und sich wieder in den Anflug einreihen. Es war alles vertreten, vom Motorschirm, über Trikes bis zu den Dreiachsern, natürlich auch verschiedene Typen Gyrocopter und sogar ein UL-Hubschrauber, jede Menge Antriebe, Propeller, Ersatzteile und Werkzeuge. Für den Smaragd, der erstmals auf ULM zu sehen war und der, mit Ausnahme von den USA (LSA), bisher nur in Deutschland fliegt, gab es einige ernsthafte Interessenten. Ebenso für die Möglichkeiten der Kameratechnik unserer ausgestellten Spezialversion. Besondere Aufmerksamkeit fanden jedoch die UL-Motorsegler,  hier ist die Nachfrage noch größer als das Angebot. Neben dem Phönix (Rotax-Triebwerk und Festfahrwerk), der erstmals außerhalb Tschechiens auf einer Messe präsentiert wurde, war noch der Taurus (mit Zweitakt-Klapptriebwerk) aus Slowenien zu sehen. Der Viva, ebenfalls aus tschechischer Herstellung (mit HSK-Triebwerk, Klapppropeller und Einziehfahrwerk) war nicht  dabei. Am Sonntag Nachmittag legte sich der Trubel langsam und die Besucherflugzeuge drängelten sich an der Abfluglinie. Die Abflüge funktionierten nach dem selben Schema wie die Anflüge und so leerte sich die Abstellfläche der Besucherflugzeuge zügig. Auch die ersten Aussteller verließen die Messe bereits. Nachdem wir den Messestand wieder abgebaut hatten ging es dann noch mal in das ca. 10 km entfernte Landgasthaus in der Nähe von Selommes, in dem wir auch schon die letzten Abende bei gutem Essen und einigen Gläsern Wein oder Bier verbracht hatten. Auch am letzten Abend schmeckte es bei guter Stimmung wieder super. Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen. Während unsere tschechischen Freunde noch an den Atlantik nach La Rochell wollten, traten wir unseren Rückflug an. Der Wettergott meinte es auch beim Rückflug wieder gut mit uns. Beim „Tower“ noch per Fax den Flugplan aufgegeben (auch hier war die Verständigung in englisch problemlos) und dann konnte es losgehen. Als wir dann kurz nach 12.00 Uhr LT losflogen, mussten wir dies ohne Blois Info machen, da jetzt Mittagspause war und die ist dort heilig. Die FIS-Frequenzen waren aber alle besetzt und so konnten wir, gut betreut, in FL 75 einen ruhigen und dank Rückenwind auch schnellen Rückflug genießen. Als Zwischenstopp hatten wir diesmal Freiburg im Schwarzwald gewählt, wo wir nach 2:40 min landeten. Der Flug nach Oehna am nächsten Tag war dann fast Routine, denn spätestens ab dem Thüringer Wald war uns die Gegend wieder bestens bekannt.

Das Fazit unserer Reise: Es war ein interessanter und aufgrund der vielen militärischen Tiefflug- und Beschränkungsgebiete  hinter der Französischen Grenze, die nur an den Wochenenden nicht aktiv sind,auch anspruchsvoller Flug. Die Messe mit französischem Flair ist für alle, die sich für die leichte Fliegerei interessieren, einen Besuch wert. Wir werden wieder hinfliegen.

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