Ultraleicht Fliegen - was ist das?
Ultraleicht-"Flugzeuge" sind Luftsportgeräte. Sie werden von den Luftsportverbänden DAEC oder DULV verwaltet und zugelassen. Dementsprechend werden auch die Fluglizenzen dort gelehrt und geprüft. Eine passende Flugschule in Ihrer Nähe finden Sie auf den Seiten der Verbände oder Sie lernen das Fliegen gleich bei uns. Nur kurz der Rahmen der Ausbildung sowie der Fähigkeiten, die Sie brauchen.
Ultraleicht, das sind Luftsportgeräte bis 472,5 kg maximalem Abflugewicht für maximal zwei Personen und einer Mindestgeschwindigkeit von 65 km/h sowie einem Gesamtrettungssystem. Da die Flugzeuge anders geprüft werden als bei einer Zulassung durch das Luftfahrtbundesamt, hat der Gesetztgeber das Gesamtrettungssystem vorgesehen. Im Falle eines Falles wird dann ein beschädigtes Flugzeug an einem Rettungsschirm zu Boden kommen.
Die Eigenschaften der Flugzeuge sind in der Zulassung definiert. Im Prinzip haben Sie es mit unterschiedlichen Bauweisen zu tun, die im Geschwindigkeitsbereich von ca. 100 bis 300 km/h operieren, je nach Bauweise und Auslegung. Sie finden dabei Hochdecker, Tief- und Doppeldecker, aber auch Motordrachen. Ein Ultraleicht-Luftsportgerät erkennen Sie an der Markierung am Flugzeug, dem Kennzeichen. Es beginnt immer mit D-M, "Delta-Mike".
Wenn Sie ein Luftsportgerät führen wollen, brauchen Sie eine Lizenz. Unsere Flugzeuge benötigen eine Sportpiloten-Lizenz für dreiachsgesteuerte Luftsportgeräte. Das hört sich kompliziert an, bezieht sich aber nur auf die Tatsache, dass z.B. unsere Smaragd entlang der Hoch-, Längs- und Querachse gesteuert wird, wie jedes andere Flugzeug auch. Was müssen Sie dafür tun?
Sie brauchen:
- eine praktische Ausbildung mit Lehrer und im Alleinflug. Die Anzahl der Stunden ist extrem unterschiedlich und kann kaum sinnvoll verallgemeinert werden. Dazu später mehr.
- eine theoretische Ausbildung in verschiedenen Fächern rund um Flugzeuge, Navigation, Luftrecht und Meteorologie.
- einen Nachweis über Ihre Kenntnisse zu Sofortmaßnahmen am Unfallort, wie beim normalen Führerschein.
- ein Führungszeugnis.
- eine flugmedizinische Untersuchung. Keine Angst, hier wird kein Supermann gefordert. Normal gesund und normale Sehfähigkeit auch mit Brille.
Dann kann es losgehen.
Ganz kurz zu den Kosten und dem zeitlichen Aufwand.
Lassen Sie sich nicht durch Werbestrategen ins Boxhorn jagen. Die Kosten entstehen durch die Flugstunden. Es gibt eine Mindestanzahl, es gibt Talent, Wetter, berufliche Auslastung und Terminprobleme, speziell in Kombination mit dem Wetter. Sie haben andere Verpflichtungen und man kann auch mal krank werden. Es gibt ein paar goldene Regeln:
- Einen Flugschein machen Sie nie in Hetze oder zwischen zwei Terminen.
- Stress in der Ausbildung vergrößert den Aufwand.
- Der Unterschied zwischen viel und wenig Talent ist minimal.
- Die überwiegende Mehrzahl der Piloten macht den Schein in einem Zeitraum von 6-12 Monaten. Demzufolge wird der Preis einen Sportpiloten Lizenz auch nie auf einmal fällig, sondern verteilt sich auf die Zeit.
Gehen Sie seriös von Kosten bei derzeitigen Treibstoffpreisen von ca. 3.900 bis 5.500 aus. Irgendwo in dem Bereich machen es die allermeisten.
Ein Ablaufplan mit Details.