Schlagzeilen

2012-04-18 16:42

aktuelle Fotos von der AERO 2012

unser Stand auf der AERO 2012

2012-04-16 11:34

Pilotentreffen

Fliegerisch soll es am 5. Mai nach Karlovy Vary gehen

Weiterlesen …

2012-04-03 19:59

AERO 2012

Auch in diesem Jahr sind wir wieder auf der AERO.

Weiterlesen …

Fläming Air > Kontakt > Kommentare > Schwerpunktlage

LTA 06-005

Leergewichtsschwerpunkte der Smaragd

 

Es gab einen Unfall im Mai 2005. In diesem Unfall gab es, ausgelöst durch Zeugenaussagen, Vermutungen zu einer erhöhten Trudelneigung der Smaragd.

Mittlerweile ist der Unfall umfangreich untersucht und viele Daten kamen zur Auswertung. Fatalerweise konnte keine eindeutige Ursache ermittelt werden, was die Angelegenheit für alle Beteiligten schwierig macht. Eine eindeutige Ursache kann abgestellt werden. Zweifel sind nicht gut für den Willen zum Definition des Problems.

So gab es dann duch diese TM und die TM012006 Versuche, durch konstruktive Maßnahmen das Problem zu beseitigen. Allem voran ging die ANNAHME, der Schwerpunkt bestimmter Bauausführungen lägen in einem rückwärtigen Bereich. Durch umfangreiche Messungen, Wägungen und Flugerprobungen konnte nun festgestellt werden:

  • Der Schwerpunkt lag bei einigen Maschinen im hinteren, aber konstruktiv zulässigen Bereich.
  • Flugerprobungen haben in diesem Schwerpunktbereich sowie im mutwillig weiter zurückverlegtem Bereich haben keinerlei Anomalie des Flugverhaltens gezeigt. Flugzustände im Stall konnten jederzeit durch Standard-Verfahren beendet werden.
  • Die Verfahren sind Inhalt der normal UL und PPL-Ausbildung in Theorie und Praxis. Sie sind im Handbuch dokumentiert und erfordern keine Besonderen Fähigkeiten der Piloten.
  • Naturgemäß vernichten die Verfahren zum Ausleiten eines Stalls Höhe. Deswegen werden die Verfahren in großer Höhe geübt, damit sie zur Not in geringer Höhe schnell genug aublaufen und damit Erfolg haben.
  • Ist nicht mehr genug Höhe zum Abfangen vorhanden, führen diese Verfahren leider zu unerwünschten Ergebnissen. Mit der Smaragd ebenso wie mit jedem anderen Unfall.

Die Ermittlung der echten Ursache hat vielfältige Aspekte: Vermeidung von weiteren Unfällen, Verbesserung der Konstruktion, Verbesserung der Sicherheit und natürlich ergeben sich auch Aspekte zur Haftung. Im Hinblick darauf sind alle Aussagen in diesem Zusammenhang einerseits wichtig, andererseits immer mit dem Makel behaftet, Haftung vermeiden zu wollen.

  • Wir haben die Smaragd nach bestem Wissen konstruiert und gefertigt. Auch wir haben ein Interesse an sicheren Flugzeugen, denn auch wir, unsere geschätzten Kunden und unser Personal sowie unsere Flugschüler fliegen damit.
  • Wäre uns ein Fehler bekannt gewesen, hätten wir ihn schon aus eigenem Interesse abgestellt. Wir schicken niemand wissentlich in bekannte Gefahren.
  • Uns ist zur Konstruktion kein Fehler bekannt.
  • Die Konstruktion wurde mittlerweile mehrfach, auch durch extrem kompetente Institute, auf Schwerpunktprobleme untersucht und es konnte kein Fehler festgestellt werden.
  • Unsere eigene Schulungsmaschine hat mehr als 500 Stunden und zigtausend Landungen ohne Probleme geflogen.
  • Unsere Flugzeuge fliegen im Segelschlepp und Bannerschlepp sehr erfolgreich und ohne Probleme mit diesem Schwerpunkt.
  • Andere Kunden haben Ihre Maschinen in vielen Hundert Stunden geflogen und keine Probleme festgestellt.

Zu Unfällen gibt es aber auch immer andere Aspekte. In diesem Fall dürfen folgende Faktoren nicht außer Acht gelassen werden:

  • Der Unfall ereignete sich gegen Mittag bei ca. 28° C über extrem thermischem Gelände mit extremen geografischen Merkmalen. Thermisch, weil energierreiche, dunkle Flächen dicht neben sehr hellen Flächen liegen. Geografisch bedenklich, weil hohe und steile Tagebaukanten zu unberechenbaren Windverhältnissen führen. Die Region ist im Sommer dafür bekannt und berüchtigt, das starke Vertikalböen mit Aufwinden zwischen 7 und 12 m/s zu unberechenbaren Verhältnissen führen.
  • In einem solchen Gebiet unter den Umständen in geringer Höhe die Grenzen eines Flugzeuges zu erfliegen ist ... bedenklich.
  • Ein Flugzeug, das mit Handbuch-Minimalgeschwindigkeit in ein solches Gebiet in geringer Höhe einfliegt, verliert augenblickblich das auftriebserzeugende Medium und damit die Möglichkeit, weiter kontrolliert zu fliegen.
  • Die Minimum Geschwindigkeiten im Handbuch gelten für ICAO Standardatmosphären. Jedes Flugzeughandbuch dieser Welt hat Ergänzungen zur Abweichung der Geschwindigkeiten, wenn andere meteorologische Konditionen (Temperatur, Luftdichte, Höhe, Feuchtigkeit...) gegeben sind und es gehört zur Ausbildung der Piloten, diese Tatsachen entsprechend zu berücksichtigen.

Wir haben Maßnahmen umgesetzt, die von der BFU, dem LBA und dem DAEC entsprechend gefordert wurden. Sie verlegen den Schwerpunkt in den vorderen Bereich, was rüchwärtigere Schwerpunktlagen vermeiden soll. Wir glauben allerdings, das mit diesen Maßnahmen der Unfall nicht hätte vermieden werden können, da die Entscheidung, die angestrebten Manöver in ungünstigen meteorologischen Bedingungen durchzuführen, unabhängig von der Lage des Schwerpunktes falsch war. Die Flugerprobung hat ergeben, dass eine bestimmte Tendenz zu ungünstigen Fluglagen nicht in der Konstruktion des Flugzeuges gebründet sind sondern in diesem Fall durch Handeln und das Medium ausgelöst wurden.


Durch diese umfangreichen Erprobungen dürfte die Smaragd das derzeit sicherste UL im Markt sein. Kein anderes Flugzeug mußte derart umfänglich beweisen, dass es sicher fliegt.

Die Flugerprobung wurde übrigens umfangreich durch Videos dokumentiert und kann von Interessenten gerne eingesehen werden. Wir haben dazu eine Kamera auf die Tragfläche gerichtet. Die Tragfläche war mit Wollfäden beklebt. Eine andere Kamera hat syncron die Instrumente überwacht. So sind die kritischen Geschwindigkeiten und der daraus resultierende Höhenverlust dokumentiert. Eine interessante DVD, die wir gerne zuer Verdeutlichung der Problematik an Flugschulen zur Bereicherung des Unterrichts weitergeben.

Stall

Zurück