Breaking news

2010-05-27 09:00

Oehna Airshow 2010

20th aniversary Air show in Oehna - 20 years Fläming Air is a good reason to have a real big party with a real great air show.

Read more …

2010-03-03 09:00

Spring is visible

2010 really had a long winter. Snow seems to be gone for some time. Time for some flights.

Read more …

Roskilde 2009

Ein Wochenende zwischen „weißen Kreuzen“ und „roten Pfeilen“

Ich war schon auf dem Weg nach Hamburg um meine Familie mal wieder zu besuchen, als plötzlich mein Handy klingelte. Nichts Böses ahnend ging ich ran. Monika war am andern Ende der Leitung und fragte mich, ob ich nicht nach Dänemark fliegen wolle. Generell ja keine schlechte Idee, wäre ich nicht nur schon auf dem Weg nach Hamburg gewesen. Lange Rede, kurzer Sinn:

Nachdem Monika mich noch einmal anrief um mir zu sagen, dass sie einfach niemand anderen finden könne, entschied ich mich den Hamburg Trip (inzwischen war ich angekommen) zu verkürzen und am Samstagmorgen wieder zurück zu fahren. Dieser Samstag begann dann um halb fünf Uhr morgens und sollte ein langer werden. Nach der Bahnfahrt und der anschließenden Autofahrt nach Oehna auf den Flugplatz war ich um kurz nach zehn dann da. Die Maschine (D-MEMC) stand schon frisch getankt an der Tankstelle, ich musste also nur noch die Navigatorische Vorbereitung (ein schneller Blick auf die Karte und das GPS programmieren) machen und den Flugplan aufgeben.

Insgesamt war ich nur ca. 30 Minuten in Oehna und dann auch schon in der Luft. Das Wetter versprach gut zu werden an diesem Wochenende. Und so stieg ich, nach der Kontaktaufnahme mit Bremen Information auf FL 75 und flog gen Norden. Meine eigentlich geplante Route ging von Oehna über Fehmarn nach Roskile, ein recht großer Verkehrsflughafen in der Nähe von Kopenhagen. Da ich jedoch durch die NOTAMs wusste, dass Roskilde auf Grund der an diesem Wochenende stattfindenden Airshow um zehn Minuten vor Ein Uhr schließen wollte, musste ich den direkten Weg mit u.a. guten 40 km Wasser nehmen.

Der Flug verlief ruhig. Kurz vor der Deutsch-Dänischen Grenze sank ich auf 1000ft MSL, da die Cummulanten immer mehr zu Towering Cumulus wurden und somit mein Flug in VMC nicht mehr durchführbar gewesen wäre.
Mit zunehmenden Turbulenzen erreichte ich das dänische Festland und wurde von Kopenhagen Information freundlich empfangen. Mein GPS sagte mir zu diesem Zeitpunkt eine ETA von 1245 an, knapp aber möglich.
Wer schon einmal über Dänemark geflogen ist, der wird wissen, dass es außer ein paar verstreuten Dörfern nicht viel zu sehen gibt.  Eines jedoch viel mir sofort auf; Wo auch immer ein kleines Häuschen oder eine ganze Ortschaft zu sehen war, konnte man mindestens ebenso viele dänische Flaggen wir Häuser sehen.

Um 12.48 Uhr, also sage und schreibe zwei (!) Minuten bevor Roskilde den Luftraum zur Airshow schloss landete ich auf dem Flugplatz. Mit freundlicher Unterstützung der Tower-Controller fand ich dann auch recht schnell meine Abstellfläche und traf auf John Schulz, sozusagen die dänische Vertretung von Fläming Air. Mich erwartete ein Erfahrungsreiches Wochenende, mit einer an beiden Tagen stattfindenden drei Stündigen Airshow. Vieles wurde geboten. Vom Kunstflug mit einer Extra 300S bis zu tiefen Überflügen eines Airbus, aber auch verschiedene Kampfjets der unterschiedlichsten Generationen zeigten ihr können. Highlight und Abschluss der Airshow war an beiden Tagen eine holländische F16. Man musste echt kein Fan der Jetfliegerei sein, um begeistert zu sein bei dem, was der Pilot darbot.

Wo ich grade das Wort Highlight benutze; Der F16 Pilot und seine auffällig Orange lackierte Maschine waren echt gut! Jedoch muss man sagen, dass der eigentliche Höhepunkt am Sonntag die Red Arrows (zu deutsch „rote Pfeile“) waren. Sie kamen bereits Samstag am späten Abend, und standen dann am Sonntag rot glänzend in der Sonne. Ganze zehn Maschinen des Typs Hawk T1, alle leuchtend rot lackiert, von der Royal British Air Force. Neun dieser Maschinen boten dem anwesenden Publikum über 30 Minuten hinweg ein Formationsflugprogramm, welches seiner gleichen sucht. Wenn man sich versucht vorzustellen, dass bei der Formation, bei welcher die linke Maschine am weitesten von der rechten Maschine entfernt ist, dazwischen ja aber noch sieben anderen fliegen nur 100 (!) Meter liegen, bekommt man einen Eindruck davon, auf welchem unvorstellbarem Niveau diese Männer fliegen! Einfach fantastisch!!

Ich denke, dass ich nicht falsch liege, wenn ich sage, dass die Roskilde Airshow etwas ist, was jeder Flieger mal gesehen haben sollte. In Deutschland wäre eine solche Show sicherlich undenkbar. Aber es war ein Erlebnis. Und wie ich oben schon andeutete: Egal, aus welcher Sparte der Fliegerei man kommt, in Roskilde ist für jeden was dabei! Die Dänen an den umliegenden Ständen, die ausnahmslos gut Englisch sprachen, empfingen mich ebenso herzlich wir freundlich. Schnell fand man Anhang und ich konnte so die Zeit, denke ich, noch mehr genießen.
Das Interesse der Dänen war und ist auf jeden Fall geweckt!

Der Rückflug am Sonntag verlief ohne weitere bemerkenswerte Dinge. Außer, dass ich diesmal, mangels Zeitnot, meine eigentlich favoritisierte Strecke fliegen konnte. Bald geht es nun wieder nach Dänemark. Diesmal zwar ohne Airshow, aber ich freue mich schon jetzt wieder auf die vielen freundlichen Menschen. Und wer weiß, vielleicht treff ich sogar noch den einen oder anderen Bekannten…

Go back